Staging mit Gültig-ab-Datum
Liegt das Gültig-ab-Datum in der Zukunft, geht die freigegebene Fassung in die Verteilung. Ein nächtlicher Lauf schaltet am Stichtag um. Bis dahin lässt sich eine Fassung auch wieder zurückziehen.
Dokumentenlenkung für Microsoft 365
Vorgabedokumente lenken: von der Bearbeitung bis zum Archiv.
Smarter DMS bildet den Lebenszyklus Ihrer Arbeitsanweisungen, Verfahrensanweisungen und Richtlinien in SharePoint ab: Bearbeitung, Prüfung und Freigabe, Verteilung vor dem Stichtag, gültige Fassung, Archiv. Der Kern ist in Kundenprojekten erprobt. Rollen, Stufen und Fristen richten wir an Ihrem Prozess aus.

Das Problem
Eine Arbeitsanweisung wird im November überarbeitet und gilt ab dem Jahreswechsel. Bis dahin muss die bisherige Fassung gültig bleiben. Gleichzeitig sollen alle Betroffenen die neue Fassung schon lesen und bestätigen.
SharePoint kennt dafür nur zwei Zustände: Entwurf oder veröffentlicht. Wird die neue Hauptversion veröffentlicht, ersetzt sie für Leserinnen und Leser sofort die bisherige. Bleibt sie Entwurf, sehen nur Bearbeiter sie. Eine freigegebene Fassung, die erst ab einem Stichtag gilt, ist im Standard nicht vorgesehen.

Lebenszyklus
Jede Station ist eine eigene Bibliothek mit eigenen Berechtigungen. Wo ein Dokument liegt, bestimmt, wer es sieht und was damit geschehen darf.
Die Redaktion arbeitet an der Word-Datei, mit Auschecken, Nebenversionen und Kommentaren. Feedbackrunden holen Fachmeinungen ein, bevor die Freigabe startet.
Sichtbar für
Redaktion und Beteiligte
Aufgaben für Prüfer und Freigeber, in der Reihenfolge und mit den Regeln Ihrer Organisation. Auf Wunsch ist das Dokument während der Freigabe gegen Änderungen gesperrt.
Sichtbar für
Beteiligte des Workflows
Freigegeben, aber noch nicht gültig: Die künftige Fassung ist lesbar, Kenntnisnahmen laufen. Bis zum Stichtag gilt die bisherige Version.
Sichtbar für
Leserinnen und Leser
Am Gültig-ab-Datum wird die Fassung zur gültigen Version. Leser haben nur Leserechte, die nächste Überarbeitung läuft getrennt in der Bearbeitung.
Sichtbar für
alle Berechtigten
Abgelaufene oder außer Kraft gesetzte Dokumente wandern ins Archiv. Dort bleibt nachvollziehbar, was wann gegolten hat.
Sichtbar für
Berechtigte laut Ihrem Konzept
Wer keine Vorlaufzeit braucht, lässt die Station Verteilung aus: Freigegebene Dokumente gelten dann sofort.
Bausteine
Alle Bausteine laufen bei Kunden im Alltag. Welche davon Ihr Regelwerk braucht, entscheiden Sie.
Liegt das Gültig-ab-Datum in der Zukunft, geht die freigegebene Fassung in die Verteilung. Ein nächtlicher Lauf schaltet am Stichtag um. Bis dahin lässt sich eine Fassung auch wieder zurückziehen.
Ein- bis dreistufig, nacheinander oder parallel, mit Vier-Augen-Regel, vorgelagertem Gate oder gemeinsamer Zustimmung zweier Führungskräfte. Fristen, Erinnerungen und Delegation gehören dazu.
Jede Person im Verteiler erhält eine Aufgabe zur konkreten Version. Erinnerungen und Eskalation laufen automatisch, Führungskräfte können weiterverteilen. Der Nachweis bleibt je Person und Version erhalten.
Bei der Freigabe entsteht aus der Word-Datei ein PDF mit Deckblatt, Kopf- und Fußzeile: Titel, Version, Geltungsbereich, Gültigkeit und Freigabedatum. Excel-, Visio- und CAD-Dateien bleiben im Original.
Ein Freigabeprotokoll hält Prüfer, Freigeber, Datum und Kommentar je Version fest. Eine Änderungsanzeige stellt alte und neue Fassung gegenüber, die Versionshistorie lässt sich als PDF ausgeben.
Vor Ablauf erinnert das System die Dokumentverantwortlichen. Je nach Regelwerk wird verlängert, überarbeitet oder archiviert, automatisch oder mit eigener Freigabe.
Die Prozesslandkarte dient als Einstieg, dazu Volltextsuche und Filter nach Dokumentart, Prozess und Geltungsbereich. Eigene Ansichten zeigen offene Aufgaben und die Dokumente, die eine Person betreffen.
Eine Arbeitsoberfläche für Lesende, Redaktion und Administration, als SharePoint-Seite oder als App in Microsoft Teams. Benachrichtigungen kommen per E-Mail aus Vorlagen, die Sie selbst pflegen.

Ein geöffnetes Dokument ist kein Nachweis. Smarter DMS legt für jede Person im Verteiler eine Aufgabe an, die sich auf genau eine Version bezieht. Bestätigt wird aktiv, mit Datum und Benutzerkonto.
Über 500.000 dokumentierte Kenntnisnahmen bei einem einzelnen Kunden.

Die Redaktion schreibt in Word. Leserinnen und Leser erhalten ein PDF, das nicht versehentlich geändert wird und auf jeder Seite zeigt, welche Version sie vor sich haben.
Auf Wunsch trägt die erste Seite den Vermerk, dass ausgedruckte oder heruntergeladene Exemplare nicht der Änderungslenkung unterliegen.
Kern und Anpassung
Kein Freigabeablauf gleicht dem anderen, das zeigen die fünf Beispiele unten. Deshalb liefern wir kein Produkt von der Stange, sondern einen erprobten Kern, den wir mit Ihnen auf Ihr Regelwerk einstellen und dort erweitern, wo Ihr Prozess es verlangt.
Alle fünf laufen auf demselben Lebenszyklus. Die Unterschiede liegen in Rollen, Regeln und Fristen.

Bordmittel oder App?
Nicht jede Dokumentenbibliothek braucht ein DMS. Für ein Team mit wenigen Dokumenten, die sofort gelten, sind die Bordmittel von SharePoint die richtige Wahl.
Wenn die linke Spalte Ihren Fall abdeckt, brauchen Sie keine App – die Bordmittel sind bereits bezahlt. Für alles rechts gibt es Smarter DMS.
Vorgehen
Wir gehen Ihren Dokumentenlebenszyklus durch: Dokumentarten, Rollen, Freigabestufen, Fristen, Verteiler. Ergebnis ist ein Ablauf, den Fachbereich und IT gemeinsam tragen.
Bibliotheken, Metadaten, Workflows und Mailvorlagen entstehen in einer Testumgebung. Sonderregeln und Schnittstellen entwickeln wir dazu.
Bestehende Dokumente kommen mit Metadaten und Versionsstand ins neue System, etwa aus SharePoint 2016. Verweise zwischen Dokumenten werden dabei geprüft.
Ein Bereich startet mit echten Dokumenten. Was dort auffällt, fließt ein, bevor alle umsteigen.
Normen und Organisation ändern sich. Wir betreuen die Lösung und passen sie mit Ihnen an.
Technik
Smarter DMS nutzt die Plattform, die Sie bereits betreiben. Es kommt kein zweites Dokumentensystem dazu.
Smarter DMS ist ein erprobter Lösungskern, kein Installationspaket aus dem Store. Lebenszyklus, Datenmodell und Arbeitsoberfläche bringen wir mit. Rollen, Freigabestufen, Fristen und Sonderregeln stellen wir im Projekt auf Ihren Prozess ein und erweitern sie bei Bedarf.
Für alle, die gelenkte Vorgabedokumente brauchen: Qualitäts-, Umwelt-, Arbeitsschutz- und Informationssicherheitsmanagement ebenso wie ein integriertes Managementsystem, das mehrere Normen in einem Regelwerk zusammenführt. Dokumente lassen sich mehreren Systemen zuordnen und danach filtern. Die Zertifizierung selbst bleibt Aufgabe Ihrer Organisation.
Smarter DMS macht nachvollziehbar, wer welche Version wann geprüft, freigegeben und zur Kenntnis genommen hat, und trennt Bearbeitung und gültige Fassung über Berechtigungen. Revisionssicherheit im rechtlichen Sinn hängt zusätzlich von Aufbewahrung, Löschschutz und Organisation ab. Dafür lässt sich die Lösung mit Aufbewahrungsrichtlinien in Microsoft Purview kombinieren. Bei einem Kunden wird jede veröffentlichte Fassung zusätzlich an das Archivsystem des Unternehmens übergeben.
Nein. Ein Kunde arbeitet ohne Staging und veröffentlicht sofort, ein anderer ohne Kenntnisnahme, wieder andere erzeugen PDFs mit Deckblatt. Der Lebenszyklus bleibt gleich, die Bausteine wählen Sie.
Nein. Die Workflows laufen als eigene Dienste in Azure und speichern ihren Stand in SharePoint-Listen. Benötigt werden SharePoint Online und ein Azure-Abonnement für die Dienste.
Ja. In den bisherigen Projekten haben wir Bestände aus SharePoint 2016 übernommen, einschließlich Metadaten und Versionsstand. Verweise zwischen Dokumenten werden dabei geprüft und umgeschrieben.
Der Aufwand hängt davon ab, wie nah Ihr Ablauf am vorhandenen Kern liegt und welche Sonderregeln, Schnittstellen und Migrationen dazukommen. Nach einem ersten Gespräch und einem Blick auf Ihren Prozess erhalten Sie eine Einschätzung zu Aufwand und Vorgehen.
Vertiefung
Die Beiträge der Serie gehen auf einzelne Bausteine und auf die Unterschiede zwischen den Abläufen ein.
SharePoint bringt viel für Dokumentenmanagement mit. Bei gelenkten Dokumenten mit Stichtag, mehrstufiger Freigabe und Kenntnisnahme enden die Bordmittel.
Beitrag lesenWie ein freigegebenes Dokument in SharePoint schon lesbar ist, bevor es gilt: Staging-Bibliothek, Umschaltung am Stichtag und die Fragen, die Sie vorher klären.
Beitrag lesenFünf Beispiele für Freigabeabläufe gelenkter Dokumente in SharePoint. Welche Fragen den Workflow bestimmen und warum ein Standardablauf selten passt.
Beitrag lesenSharePoint hat keine Lesebestätigung für Dokumente. Was ein Nachweis der Kenntnisnahme enthalten muss und wie Verteiler, Fristen und Erinnerungen dazugehören.
Beitrag lesenWas ISO 9001 in Kapitel 7.5 zur Lenkung dokumentierter Information verlangt, was SharePoint davon abdeckt und wo gelenkte Dokumente mehr brauchen.
Beitrag lesenEin Regelwerk für Qualität, Umwelt, Arbeitssicherheit und Informationssicherheit: wie Prozesslandkarte, Metadaten und Rollen ein IMS in SharePoint tragen.
Beitrag lesenWie aus einer Word-Datei eine gelenkte Arbeitsanweisung wird: Nummer, Freigabe, PDF mit Deckblatt, stabiler Link am Arbeitsplatz und Prüfung auf Aktualität.
Beitrag lesenRevisionssicherheit ist kein Schalter in SharePoint. Was der Begriff verlangt, was Versionsverlauf und Purview leisten und was ein DMS belegen muss.
Beitrag lesenZeigen Sie uns Ihren Ablauf. Eine Arbeitsanweisung und eine Freigabe genügen. Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung, was der Kern abdeckt und was wir anpassen müssten.